Liebe Frau Deickert.

Hier schreibt Nala. Wir haben uns bei meiner Ankunft in Deutschland ja nur kurz gesehen, aber Sie wissen ja, wer ich bin. Ich möchte Ihnen gern berichten, wie es mir in meinem neuen Zuhause geht. Als Frauchen und Herrchen mich am Transporter abholten, wusste ich gleich: DIE SIND´s! Ich musste sie förmlich „umarmen“, um zu zeigen, wie sehr ich mich freute. Die waren ganz schön baff.

Zwei Wochen bin ich nun schon hier. Ich fühle mich sauwohl. So viele neue Abläufe und Eindrücke! Aber die beiden machen es mir leicht. Treppen kannte ich z.B. nicht, und so übte Frauchen geduldig und mit mir, wie man eine Treppe rauf und runter läuft, ohne Angst zu haben. Jetzt klappt das echt super! Im Keller hat sie einen kleinen Übungsraum eingerichtet, da gehe ich besonders gerne mit ihr hin. Wir machen spannende Sachen, und ich lerne viel. Das macht Spaß! Aber immer schön eins nach dem anderen, sagt Frauchen.

Stubenrein bin ich quasi auch. Nur ein paarmal war´s zu spät, und es gab einen kleinen See auf dem Teppich. Aber geschimpft hat keiner deswegen.

Herrchen ist den ganzen Tag für mich da, Frauchen ab nachmittags. Morgens gibt’s eine kleine Runde, mittags eine große. An der Schleppleine üben wir, dass ich in der Nähe der beiden bleibe. Obwohl ich kein Deutsch konnte, klappte das Abrufen schnell sehr gut. Ich orientiere mich auch sehr an ihnen. Und körpersprachlich bringen sie gut rüber, was ich tun soll. Nur wenn die Vögel und Hasen über das Feld hüpfen, dann fällt mir ein, dass ich ein Jagdhund bin und da grad lieber hinterher flitzen würde…Frauchen sagt, das üben wir demnächst auch noch. Na, ich bin gespannt, wie das wird!

Ich bin am liebsten mit beiden zusammen. Wenn einer weggeht, bin ich nicht glücklich, und zeige das auch. Ich glaube, ich muss erst ein bisschen sicherer sein, dass ich wirklich für immer hier bleiben darf, dann klappt das auch noch. Wenn sie mal wegschauen, mache ich viel Unsinn. Dann hole ich mir einen Socken oder Schuh zum Kauen, oder ziehe einen Korkuntersetzer vom Tisch, den kann man wunderbar zerlegen! Ich hab halt noch viel dummes Zeug im Kopf, sagt Frauchen dann, und lacht. :-)

Sie hat auch gemerkt: ich wollte gleich loslegen in meinem neuen Leben! Da hat sie hat mich schon ein paarmal zu ihrem Hundetraining mitgenommen. Man kann um einen großen Kreis laufen, und soll dabei immer schön auf Frauchen achten. Puh, das wird noch lange dauern, bis ich das gut kann! Ein andermal leitete sie mich ganz in Ruhe über viele verschiedene Untergründe, durch Autoreifen, auf wackelige Bretter. Das find ich auch super! Beschäftigung ist toll, und auf die Art lerne ich, die Dinge etwas ruhiger zu machen, und nicht so hibbelig. Mich auf Signal hinzulegen oder mich„Geschirr anziehen“ hinzusetzen, lerne ich peu a peu im Alltag.

Abends, wenn ich die vielen neuen Erlebnisse verarbeite, darf ich mit Herrchen und Frauchen auf der Couch kuscheln. Oder in meiner Box, in der ich mich gleich wohl fühlte. Wenn wir TV schauen und ich auf dem Bildschirm ein anderes Tier entdecke, gebe ich mal kurz laut zum Besten, dass das hier MEINE Bude ist, das ist eine Gaudi! Fernsehende Hunde kannten die beiden wohl noch gar nicht.

Nachts krieche ich glücklich ans Fußende des Bettes. Oder kuschle mich so richtig schön zu den beiden. Es steht zwar auch ein Körbchen im Schlafzimmer, aber ich muss doch erstmal gaaanz viel Nähe spüren, um richtig zu begreifen: ich habe ein tolles neues Zuhause bekommen!!

Frauchen hat ein paar Fotos gemacht, ich soll lieb grüßen.

Gleich ist´s Abend-Futterzeit, das schmeckt immer sooo lecker. –

Ich sag mal: bis bald und wuff! Und danke, dass ihr mich hierher gebracht habt!

Ihre Nala

 

 

 

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