Hallo Ihr Lieben,
 
hier bin wieder mal ich, Euer Aaron.
 
Ich kann Euch verraten, dass ich den Haushalt hier voll übernommen habe. Jeden Tag ein wenig mehr. Ohne mich geht gar nichts. Alle meine Menschen richten sich nach mir, und die merken das gar nicht.
 
Ich habe meinen festen Tagesablauf eingerichtet. Morgens gehe ich Gassi, dann bekomme ich mein leckeres Frühstück. Und dann ruhe ich mich erst mal aus von der ganzen Anstrengung. Und dann den ganzen Tag: Gassi, Ruhen, Gassi ,Ruhen..  Ich bin ja ein großer Held. Aber ein Held, der es gerne gemütlich hat. Meine Leute sehen das ein. Sie haben gelesen, dass meine Art länger ruht als andere Hunde. Meistens bin ich gar nicht wild, nur manchmal drehe ich voll auf. 
Also, meine Familie hatte komische Ideen: Die dachten doch glattweg, ich hätte Spaß daran, hinter irgendwelchen Dingen herzulaufen und die dann auch noch zurückzubringen. Ständig haben die irgendwas weggeworfen: Bälle, Stöcke, Kongs. Und ich sollte den Kram dann aufräumen. Aber nicht mit mir. Meine Leute nennen das Spielen. Helden spielen nicht. Die ruhen sich aus, bis sie was zu kämpfen haben. Gut, zu kämpfen habe ich eigentlich nichts. Aber ausruhen schadet nie. Hinter irgendwelchen anderen Tieren herlaufen? Hasen? Rehe? Auch nicht mein Ding. Was soll ich mit denen, wenn ich sie gefangen habe? So richtig wach werde ich nur, wenn ein anderer großer Rüde ankommt. Dann mache ich Rabatz. Die kleinen Kollegen sind mir egal, die sind nett. Aber von einem großen Kerl lasse ich mich nicht anstänkern, da lernt der mich kennen. Meine Familie meint leider,dass ich da noch ein wenig cooler werden muss. Trotzdem gehe ich am liebsten ganz lange und ganz oft spazieren. In aller Ruhe und voll konzentriert die Nase am Boden. Man kann ja so viel riechen, wenn man draußen ist.
Im Sommer war ich an der Ostsee. Extra für mich in einem Haus genau am Hundestrand. Mit großem Garten und Zaun drum herum. Das war nett. Am Strand waren viele kleine Freunde, aber leider auch allerhand große Kerle. Und dann waren die ohne Leine und sind ständig an und auf mir herumgesprungen ohne mich vorher zu fragen. Das fand ich ätzend. Einige haben trotzdem eine Antwort bekommen und zwar eine unangenehme. Ich war immer mit meiner Familie unterwegs. Außer manchmal, wenn die was seltsames gemacht haben. Die sind in das Wasser gegangen. Na Leute, ohne mich. Beim ersten mal bin ich hinterhergerannt und plötzlich musste ich nicht nur schwimmen. Nein, ich wurde auch noch ganz nass. Ins Wasser kriegen mich keine zehn Pferde mehr, nicht fürs beste Leckerli der Welt. Ich buddele mir lieber ein tiefes und kühles Loch in den Sand und warte bis meine Menschen wieder an Land kommen.

Leider ist der Urlaub jetzt um und ich muss wieder in die Hundeschule. Meine Leute sagen, auch Helden lernen nie aus.Aber Hundeschule ist gleichbedeutend mit Leckerli und ich bin ja Klassenbester. Lernen macht Spaß.

Ein paarmal habe ich mein Heldentum vergessen. Ich war nämlich beim Tierarzt. Impfen. Auch wenn die Tierärztin furchtbar nett war: ich habe erst versucht zu flüchten, dann gejault und zum Schluss geschrien. Die Leute im Wartezimmer haben sich wirklich Sorgen um mich gemacht, als sie mich gehört haben. Ein andermal musste ich zum Röntgen. Das habe ich verpennt, wenn auch unfreiwillig. Die haben mir einfach eine Narkose gegeben. Meine Lehrerin meinte ich laufe seltsam und hätte vielleicht so was wie HD, also was an der Hüfte. Aber ich bin kerngesund, alle Knochen sind o.k. Alles andere an mir ist auch gesund. Topfit, sagt die Tierärztin.

Ich werde immer stärker und habe viele Muskeln gekriegt. Aber Angst hat keiner mehr vor mir. Ich bin ein friedlicher Held. Und alle nennen mich weiter: B..y.Smiley

Einen schönen Abend wünschen Euch allen Aaron und sein Schreiber Jason –der ist jetzt schon elf Jahre alt.
 
 

 

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