Tierheim Jaca

Jaca ist eine kleine verträumte Stadt im Aragon Tal. Sie liegt in der Provinz Huesca im Nordosten von Spanien. Jaca befindet sich direkt in einer Gebirgskette der Pyrenäen, dicht an der französischen Grenze. Die Stadt besitz eine sehenswerte Altstadt, die nahen Pyrenäen laden zum wandern ein, auch der Jacobsweg führt seine Pilger hier vorbei. Jaca läd dazu ein die Seele baumeln zu lassen und doch gibt es für die Freiwilligen vor Ort jeden Tag arbeit zu erledigen, um Hunden und Katzen in Not zu helfen.  
 
Der Weg für das Tierheim war sehr lang und die Geschichte geht bereits bis 1992 zurück. Die Zustände von früher kann man weiter unter lesen, aber aus aktuellem anlass und großer Freude möchten wir zu beginn der Projektvorstellung das Ergebnis von Jahrelanger Arbeit präsentieren!
 
2018 ist endlich geschafft, wovon man seit 1992 geträumt hat. Ein anständiges Tierheim wurde gebaut und im Herbst auch endlich bezogen. Wir freuen uns mit den Freiwilligen vor Ort, denn endlich trägt die arbeit Früchte und die nächste Generation kann auf eine 100 % Verbesserung blicken und damit weit mehr leisten als jemals zuvor. Aufklärungsarbeit, Vermittlungen vor Ort, Pflegestellen und ein Umdenken von Menschen einer ganzen Stadt. Das alles hat dazu geführt das Ende 2017 der Grundstein für den Bau eines neuen Tierheims gelegt wurde. Natürlich ist auch hier nicht alles perfekt gelaufen, aber lieber später als nie!
Endlich ist es jedenfalls so weit und eine kleine Insel für ausgesetzte, herumstreundende oder ungewollte Hunde und Katzen ist aus dem Boden gewachsen.
 
 
Das Neue Tierheim bietet geräumige, wind- und sonnengeschützte Innenzwinger mit gemauerten Ziegeln. Der Auslauf ist in drei Felder unterteilt, sodass auch gleichzeitig mehrer Gruppen ein bisschen Freiheit genießen können. Endlich gibt es Flutlicht, welches die Arbeit im Winter erleichtert. Anständige Hundehütten sind auf dem Weg und man sieht den kalten, eisigen Wintern positiv entgegen.
 
Ein eigener Anbau für die Katzen bietet endlich auch ein wenig Freilauf für die Stubentiger. Ebenfalls kann man nun Hunde und Katzen in Quarantäne unterbringen. Ein Büro sorgt für Ordnung, eine Toilette dafür, das sich auch Besucher gern länger aufhalten. Ein kleiner Praxisraum erleichtert es, die Tiere zu versorgen und in Zukunft vielleicht kleine Impfungen und Behandlungen vor Ort auszuführen. Endlich gibt es einen Raum um Futter sicher zu verstauen und Leinen und Geschirre ordendlich aufzuhängen. Positiver kann eine Entwicklung nicht sein!
 
Wir freuen uns schon auf die kommenden Jahre, in denen wir uns wohl nun weniger um die Fellnasen vor Ort kümmern müssen. Duch das Engagement, das die Freiwilligen vor Ort zeigen haben sie den Tierschutz in der Region selbst so gut im Griff. Unsere Hilfe und die Vermittlungen nach Deutschland haben dabei geholfen, das sie ihre Hoffnung und ihr Engagement nicht verloren haben und an ihrem Glauben für eine Bessere Zukunft festzuhalten. 
 
 
 
Aber die Zeit war nicht immer so rosig. Wir wollen nicht vergessen, von wo hier gestartet wurde und gestatten einen Rückblick. 
 

Das Tierheim wurde 1992 gegründet um herumstreunende und ausgesetzte Hunde aufzunehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es in Jaca kein Tierheim, sondern nur eine Tötungsstation, in der die Tiere "aufbewahrt" und nach einer kurzen Frist eingeschläfert wurden. Die ersten Hunde im Tierheim schliefen unter provisorisch gebastelten Matratzendächern auf einem eingezäunten Feld. Später baute das Rathaus das Tierheim - allerdings ohne Dach. Es gab somit keinen Schutz vor Regen oder Sonne und die Tiere mussten auf purem Beton schlafen.
Nach einiger Zeit und weiteren Verhandlungen hat die Stadt tatsächlich eingesehen, dass ein Gebäude ohne Dach wenig Sinn macht. Hundehütten wurden schließlich von den gewieften Freiwilligen aus alten Munitionskisten angefertigt. Im alten Tierheim lebten durchschnittlich 70 Hunde und 20 Katzen. Es gab fließendes Wasser und Strom, allerdings keine Heizung, was zur Folge hatte, dass das Trinkwasser im Winter für die Hunde gefroren und die Trinkeimer erst aufgehackt werden müssen. Dadurch hatten im Winter fast alle Hunde Husten oder Angina.

Das "Dach" des alten Tierheims war mit Paletten und Steinen "gesichert" um die Dachteile daran zu hindern davon zu wehen. Die Plexiglas-Seitenteile wurden ebenfalls nachträglich und provisorisch angebracht, damit der Wind wenigsens nicht all zu scharf durch die Gitter wehte. Die Hütten haben nach 15 Jahren natürlich auch sehr unter der langeweile der Hunde gelitten und sind zum Teil nur noch ein paar abgenagte Reste. Das schlimmste für die Hunde war das durchgängige Surren der Strommasten, die genau überhalb des Tierheims standen. 

Zudem liegt das alte Tierheim an einem Hang, der langsam aber sicher davon rutscht, leider erkennt man das nicht sonderlich gut. Das alte Katzenhaus hat davon schon mehr zu spüren bekommen, aktuell werden dort nur noch die letzten Wildkatzen gefüttert und versorgt. Diese werden ihre letzten Jahre auch weiterhin dort verbringen und in Ruhe ihr Leben zuende führen können.
 
Mehr Bilder vom alten Tierheim und der Umgebung von Jaca und Jaca selbst finden sie in diesem Video
 

Für Spendenpakete bitte die folgende Adresse:

APAP Pirineos 
C/Domingo Miral 5, local 2
22700 Jaca (Huesca)

Homepage: http://www.protectora-jaca.org/
Koordinaten für Navigation: 42.579593,-0.525766


Die Tiere sowie die freiwilligen Helfer freuen sich in beiden Tierheimen über Besuch.

Sollten Sie Ihren Nordspanien Urlaub mit einem Besuch der Tierheime verbinden wollen,  kontaktieren Sie uns bitte im Vorfeld, sie können von uns noch einige nützliche Tips erhalten.

 

Wir hoffen damit konnte Ihnen ein guter Einblick in die Situation vor Ort gewährt werden.

 

 

 

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