Hallo Ihr Lieben,
 
hier bin ich. Ich, der große, der schöne, der süße, der starke und der so liebe Aaron.
Ich bin´s, die Freude meiner Familie, der Spaß meiner Jungs, der Liebling der Erwachsenen.
 
Ich bin schon vor vier Monaten umgezogen. Erst war es schrecklich für mich. Ich musste lange mit dem
Auto fahren. Dann kam ich in ein neues Haus. An der Tür war eine Katze. Erst hat sie einen dicken Schwanz
gemacht, dann hat sie mich angesprungen und gekratzt. Ich musste unter den Küchentisch fliehen.
Da bin ich auch geblieben, den ganzen Tag.
Ich habe Bauchweh gekriegt, und meine Nase war ganz trocken. Nachts gab es auch noch ein Feuerwerk.
Da habe ich kurz vergessen, dass ich eigentlich ein Held bin.
 
Aber jetzt ist alles gut. Meine Familie ist glücklich, weil sie mich hat. Sie nennen mich nicht nur Aaron, sondern auch
Schätzchen oder manchmal... Nein, dass ist zu peinlich für einen Heldenhund.
Gut, ich sage es. Das Wort fängt mit B an, hat vier Buchstaben und hört mit y auf.
Ich bin froh bei meiner Familie und zeige das jeden Tag. Ich wedele den ganzen Tag mit meinem Schwanz und gucke allen
ganz lange und tief direkt in die Augen.
 
Ich bin so klug, ich lerne viel.
Jetzt gehe ich auch noch mit Kai in die Hundeschule. Mir scheint, ich bin Klassenbester.
Ich habe gelernt, mich zu benehmen. Das geht einfach und lohnt sich. Wenn ich mich benehme, gibt es Leckerli.
Gute Übung. Überhaupt gib es ständig Leckerli. Ich bin nämlich klüger als die Menschen. Sie sagen “Sitz”, ich mache das-
und es gibt Leckerli.
Dann stehe ich einfach wieder auf und kriege für “Sitz” wieder Leckerli. Wer sitzen bleibt, kriegt nur einmal was.
Also Aufstehen, hinsetzen, aufstehen, hinsetzen .... lohnt sich mehr.
Fürs Anknurren anderer Hunde gab es Ärger ohne Ende. Meine Lehrerin war streng. Aber ich habe gelernt.
“Tu so, als ob der andere Hund dich nicht so interessiert”, dann gibt´s... (na, was wohl).
Im Moment übe ich, dass ich Fahrradfahrer nicht angreifen soll. Das ist schon Stoff für Fortgeschrittene. Aber ich schaffe das
auch schon ganz gut.
Ja, und andere Menschen lasse ich jetzt auch ins Haus. Anfangs war ich etwas übereifrig und wollte
niemanden in die Nähe meiner Familie lassen. Weil ich ja so prächtig und stark bin, hatten manche Leute Angst vor mir.
Jetzt geben sie mir auch L..., weil ich viel freundlicher bin.
Den ganzen Tag ist was los, ich habe viel zu tun. Jeden Tag gehe ich stundenlang Gassi, mal mit Frauchen, mal mit den Jungs, mal alle
zusammen. Wir arbeiten viel im Garten. Ich muss alle Mauselöcher ausheben, und dann noch meine Sachen einbuddeln und verstecken.
Wenn ich denke, ein Mensch hat´s gesehen, muss ich alles wieder ausbuddeln und neu verstecken.
Ich schmuse viel und spiele auch mit den Jungs. Manchmal ganz wild, über das Sofa und durch die Kissen. Oder ich spiele mit meinem Ball.
Den rolle ich mit der Nase durch die Gegend und dann fallen Leckerli raus.
Mit der Katze, sie nennt sich Mauza, bin ich guter Kumpel geworden.
Wir liegen oft beisammen. Aber mein Futter  stiehlt sie mir ganz gerne. Sie geht auch einfach an meinen Fressnapf und ich muss warten,
bis sie fertig ist. Nicht, dass Mauza stärker ist als ich. Ich bin bin eben immer ein guter Kumpel und ziemlich höflich.
Meinem Herrchen springe ich gerne mal auf den Schoß, der kann das ab. Er ist stark genug.
Leider darf ich nicht ins Bett. Das habe ich vergeblich versucht. Aber dafür habe ich jetzt eine eigene Matratze und in schönes Kissen bekommen.
Da schlafe ich jede Nacht tief und fest, keiner kann mich wecken. Der nächste Tag wird ja auch wieder lang und aufregend.
So, jetzt gehe ich  noch einmal mit Kai Gassi und dann
 
Gute Nacht
 
Ich danke Euch allen- besonders Katrin- für das viele Gute, dass Sie für mich getan hat.
Wer weiß, was ohne Euch aus mir geworden wäre.
 
Euer Aaron
(geschrieben hat dies für mich J., 10 Jahre. Schreiben hatten wir nämlich noch nicht in der Hundeschule)